Kostenloser 3MF Viewer online

Eine .3mf-Datei ablegen und alle Teile an ihrem Platz sehen – auch bei Projekten aus Bambu Studio und OrcaSlicer, mit den in der Datei gespeicherten Farben. Es wird nichts hochgeladen.

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Aktualisiert am

Was eine 3MF-Datei eigentlich ist

Eine 3MF-Datei ist ein ZIP-Archiv. Darin liegen XML-„Model Parts“ mit den Dreiecksnetzen, dazu Beziehungsdateien (Relationships), die festlegen, welches Part das Haupt-Part ist, sowie optionale Extras wie Vorschaubilder, Texturen und Slicer-Einstellungen. Gepflegt wird das Format vom 3MF Consortium, und anders als STL speichert es die Maßeinheit, Farb- und Materialzuweisungen und die Anordnung mehrerer Objekte zueinander.

Genau dieser Umfang ist der Grund für die häufige Klage „Im Slicer geht die Datei auf, aber nicht in diesem Viewer“. Viele allgemeine 3D-Viewer lesen nur den einfachsten Aufbau: ein Model Part, das alle Netze enthält. Echte Druckdateien sehen oft anders aus.

Warum Dateien aus Bambu Studio und OrcaSlicer andere Viewer überfordern

Bambu Studio und OrcaSlicer speichern Projekte mit der 3MF Production Extension. Das Netz jedes Objekts liegt in einer eigenen Datei unter 3D/Objects/, und das Haupt-Model-Part verweist über Komponenten mit dem Attribut p:path auf diese Dateien. Jede dieser Objektdateien deklariert ihr eigenes Objekt mit der ID 1 – ein Reader, der Objekte archivweit nach ID zuordnet, bringt sie also durcheinander oder findet überhaupt nichts.

Mes3D verarbeitet das Paket so, wie es die Spezifikation vorsieht:

  • das Root-Model-Part wird über die Paketbeziehungen ermittelt (mit 3D/3dmodel.model als Rückfallebene);
  • Objekt- und Material-IDs gelten nur innerhalb der Datei, die sie deklariert;
  • Komponenten und Build-Items werden dateiübergreifend über p:path verfolgt und ihre Transformationen angewendet;
  • die deklarierte Einheit des Modells wird in Millimeter umgerechnet;
  • gibt es keinen verwendbaren Build-Abschnitt, werden die Objekte der obersten Ebene angezeigt statt einer leeren Szene.

Das Ergebnis: Ein mehrteiliges Projekt öffnet sich mit jedem Teil dort, wo der Slicer es platziert hatte.

Farben

Farben werden aus den standardmäßigen Basismaterialien und Farbgruppen der 3MF gelesen und pro Dreieck angewendet; fehlt eine Angabe, gilt die Standardfarbe des Objekts. Stellen Sie die Modellfarbe in der Werkzeugleiste auf Original, um sie zu sehen; jede andere Farbwahl überschreibt sie, sodass Sie die Form für sich allein prüfen können.

Eine Einschränkung beim Mehrfarbdruck: Bambu Studio und OrcaSlicer speichern die für das AMS bemalten Bereiche und das Filament jedes Objekts in ihren eigenen Projektdaten statt als 3MF-Farbgruppen. Diese Zuordnungen werden nicht angezeigt – die Geometrie schon, sodass Sie trotzdem jedes Teil vor dem Druck prüfen können.

„Diese 3MF enthält nur G-Code“

Exportieren Sie eine geslicte Platte aus Bambu Studio oder OrcaSlicer, ist die erzeugte 3MF (oft .gcode.3mf benannt) ein Druckauftrag. Sie enthält die Werkzeugwege als Metadata/plate_N.gcode und häufig nicht die Geometrie, die Sie modelliert haben. Ein Viewer, der das nicht prüft, zeigt schlicht nichts an.

Mes3D erkennt diesen Fall und meldet ihn. Die Lösung: Öffnen Sie die Projektdatei, die Sie im Slicer gespeichert haben (Datei → Projekt speichern), nicht die exportierte Druckdatei.

So öffnen Sie hier eine 3MF-Datei

  1. Ziehen Sie die .3mf-Datei auf die Ablagefläche oben oder klicken Sie auf 3D-Datei auswählen.
  2. Das Modell öffnet sich im Vollbild. Ziehen zum Drehen, Scrollen oder Zwei-Finger-Geste zum Zoomen, Ziehen mit der rechten Maustaste oder mit zwei Fingern zum Verschieben.
  3. Nutzen Sie die voreingestellten Ansichten (vorne, oben, seitlich …) und wechseln Sie zwischen perspektivischer und orthografischer Projektion, um die Ausrichtung zu prüfen.
  4. Am Computer klicken Sie zwei Punkte an, um ihren Abstand in Millimetern zu messen, oder öffnen das Analyse-Panel für Volumen, Oberfläche, geschätztes Druckgewicht, Wasserdichtheit und Überhanganteil.

Alles läuft in Ihrem Browser. Die Datei wird von Ihrem Datenträger in den Arbeitsspeicher gelesen und nie an einen Server gesendet – wichtig, wenn das Modell ein Kundenauftrag oder ein unveröffentlichtes Produkt ist.

3MF und STL im Vergleich für den 3D-Druck

3MF STL
Einheiten In der Datei gespeichert Nicht gespeichert – der Empfänger muss raten
Farbe und Materialien Ja Nein
Mehrere Objekte mit Anordnung Ja Eine ungeteilte Dreiecksliste
Slicer-Einstellungen Optional, im Paket Nein
Dateigröße Komprimiertes ZIP Unkomprimiert, ~50 Bytes pro Dreieck (binär)
Unterstützung Moderne Slicer und CAD Alles

Schicken Sie ein Modell an jemanden mit modernem Slicer, gehen mit 3MF weniger Informationen verloren. Wissen Sie nicht, was der Empfänger nutzt, ist STL weiterhin die sichere Wahl.

Auf dem Smartphone

Im mobilen Browser beherrscht der Viewer Öffnen, Drehen, Zoomen und das Abmessungs-Panel. Die Mes3D-App für iPhone, iPad und Android öffnet 3MF-Dateien aus der Dateien-App, aus Mail oder aus einem Download mit einem Fingertipp und bietet zusätzlich Messen, Netzanalyse und Querschnitte sowie den Export eines skalierten oder geschnittenen Modells zurück nach 3MF mit seinen Farben. Auf iPhone und iPad lässt sich das Modell außerdem in AR platzieren, und nach der Installation zeigen .3mf-Dateien direkt in der Dateien-App eine 3D-Vorschau und ein Vorschaubild.

Einschränkungen

  • Dateien bis 200 MB öffnen sich im Browser; sehr große Projekte mit mehreren Platten können einige Sekunden zum Zusammensetzen brauchen.
  • In einer 3MF gespeicherte Texturen werden nicht angezeigt, Farben pro Dreieck schon.
  • Reine Slicer-Daten wie Stützstrukturen, Nähte und Modifier-Volumen werden nicht dargestellt – dies ist ein Modell-Viewer, keine Slicer-Vorschau.

Häufige Fragen

Kann ich eine Bambu-Studio-3MF ohne Bambu Studio öffnen?

Ja. Mes3D liest Projektdateien aus Bambu Studio und OrcaSlicer im Browser und zeigt jedes Objekt an der Position, an der es gespeichert wurde. Der Slicer muss nicht installiert sein, und die Datei wird nirgendwohin hochgeladen.

Warum heißt es, meine 3MF enthalte nur G-Code?

Ein aus Bambu Studio oder OrcaSlicer exportierter, geslicter Druckauftrag (oft .gcode.3mf benannt) speichert die Werkzeugwege als plate_N.gcode-Dateien und enthält die Modellgeometrie unter Umständen gar nicht. Mes3D erkennt diesen Fall und weist darauf hin; öffnen Sie stattdessen die Projekt-3MF, die Sie im Slicer gespeichert haben.

Zeigt der Viewer 3MF-Farben an?

Farben, die als standardmäßige 3MF-Basismaterialien oder Farbgruppen gespeichert sind, werden pro Dreieck angezeigt. Bambu Studio und OrcaSlicer legen bemalte Mehrfarbbereiche und die Filamentwahl pro Objekt in ihren eigenen Projektdaten ab statt als 3MF-Farben – diese Teile erscheinen daher einfarbig.

Welche Einheiten verwendet eine 3MF?

3MF gibt die Einheit in der Datei an (standardmäßig Millimeter; Mikrometer, Zentimeter, Zoll, Fuß und Meter sind ebenfalls zulässig). Mes3D rechnet alles in Millimeter um, sodass die angezeigten Abmessungen und das Volumen echte Größen sind.

Ist 3MF besser als STL?

Für den 3D-Druck meist ja: 3MF speichert Einheiten, Farben, mehrere Objekte samt Anordnung und Slicer-Einstellungen in einer komprimierten Datei, während STL eine bloße Dreiecksliste ohne Einheiten ist. STL bleibt aber das am breitesten unterstützte Austauschformat.

Weiterführende Anleitungen

Weitere Viewer und Werkzeuge