So nutzen Sie den Rechner
- Ziehen Sie Ihre
.stl-Datei auf die Ablagefläche oben oder klicken Sie auf 3D-Datei auswählen. 3MF, OBJ, STEP, PLY und die anderen unterstützten Formate funktionieren ebenfalls. - Das Modell öffnet sich, und das Analyse-Panel („Analyse“) erscheint mit:
- dem Volumen in cm³,
- der Oberfläche,
- dem geschätzten Gewicht für PLA, PETG, ABS oder Harz,
- einer Prüfung auf Wasserdichtheit (offene Kanten, nicht-mannigfaltige Kanten, umgedrehte und degenerierte Dreiecke),
- dem Überhang-Anteil der Oberfläche.
- Die Karte Abmessungen zeigt Breite, Höhe und Tiefe in Millimetern sowie die Dreieckanzahl.
Auf dem Smartphone funktioniert das genauso. Es wird nichts hochgeladen: Ihr Browser liest und vermisst das Netz.
So wird das Volumen berechnet
Die Methode ist der Divergenzsatz (Gaußscher Integralsatz), angewandt auf ein Dreiecksnetz. Jedes Dreieck mit den Ecken a, b, c bildet mit dem Ursprung einen Tetraeder, dessen vorzeichenbehaftetes Volumen sich so ergibt:
V = a · (b × c) / 6
Dreiecke, die vom Ursprung abgewandt sind, tragen negatives Volumen bei, die ihm zugewandten positives, und alles außerhalb des Körpers hebt sich auf. Die Summe über alle Dreiecke ist das eingeschlossene Volumen, berechnet in einem einzigen Durchlauf über das Netz.
Die Oberfläche ist einfacher: Jedes Dreieck trägt die halbe Länge des Kreuzprodukts zweier seiner Kanten bei.
Einheiten: die häufigste Ursache falscher Ergebnisse
STL speichert nackte Zahlen ohne Einheit. Der Rechner geht von Millimetern aus – diese Einheit verwenden fast alle Slicer und CAD-Exporte für den 3D-Druck. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
| Was Sie sehen | Wahrscheinliche Exporteinheit | Volumen korrigieren mit |
|---|---|---|
| Eine Handyhülle, die 6 mm lang ist | Zoll | × 16.387 (25,4³) |
| Eine Figur, die 0,12 mm hoch ist | Meter | × 1.000.000.000 |
| Ein Bauteil, das 10-mal zu klein ist | Zentimeter | × 1.000 |
Alle Details, auch zum Umskalieren, finden Sie unter STL-Einheiten: mm oder Zoll. 3MF- und STEP-Dateien geben ihre Einheit an, und Mes3D rechnet sie automatisch in Millimeter um.
mm³, cm³, ml – Umrechnungen
- 1 cm³ = 1.000 mm³
- 1 cm³ = 1 ml, das Volumen in cm³ ist also das Volumen in Millilitern
- 1 in³ = 16,387 cm³
- 1 Liter = 1.000 cm³
Damit ist der Rechner direkt für den Harzdruck nützlich, bei dem Harz nach Volumen verkauft wird: Ein massives Modell mit 42 cm³ braucht etwa 42 ml Harz, plus Stützen und das, was in der Wanne und auf der Druckplattform zurückbleibt. Wird das Modell mit Ablauflöchern ausgehöhlt, lässt sich das um die Hälfte oder mehr reduzieren.
Wann das Volumen nicht stimmt
Die Tetraedersumme setzt eine geschlossene Oberfläche voraus. Drei Dinge machen sie unbrauchbar:
- Löcher. Ein fehlendes Dreieck lässt den Körper offen, und die gegenseitige Aufhebung funktioniert nicht mehr. Die Zeile zur Wasserdichtheit zeigt dann offene Kanten.
- Überlappende Hüllen. Ein Modell aus mehreren sich durchdringenden Körpern – typisch für Game-Assets und schnelles Modellieren ohne boolesche Operationen – zählt den gemeinsamen Raum doppelt. Das tatsächlich gedruckte Volumen ist kleiner.
- Nach innen gekehrte Teile. Umgedrehte Normalen führen dazu, dass eine Hülle abgezogen statt addiert wird.
Meldet die Prüfung Probleme, reparieren Sie das Netz zuerst im Slicer oder in einem Mesh-Werkzeug; der Leitfaden zu wasserdichten und mannigfaltigen Dateien erklärt das Schritt für Schritt.
Vom Volumen zu Gramm und Kosten
Volumen × Dichte = Gewicht bei 100 % Infill. Für den FDM-Druck ist das eine Obergrenze, denn dort sind Bauteile größtenteils hohl, mit wenigen Wänden und dünnem Infill. Für Gramm je Material und eine realistische Infill-Schätzung nutzen Sie den 3D-Druck-Gewichtsrechner.
Mehr auf dem Smartphone?
Die Mes3D-App für iPhone, iPad und Android führt dieselbe Analyse durch und bietet zusätzlich eine Wandstärkenansicht, hebt Problemstellen am Modell hervor, erstellt Querschnitte und kann das Modell auf exakte Maße skalieren – einschließlich der Korrektur von Zoll auf Millimeter mit einem Fingertipp.